Zürich City Netzwerk - Gut investiertes Geld ?
200 Millionen für ein City Netzwerk in Zürich
Diese Frage sollte doch den einen oder anderen beschätigen in der Stadt. Historisch gesehen hatten wir bis 1998 etwa 1 Provider die Swisscom für Telecom Leitungen. Einen Provider für TV Inhalte (Rediffusion die von Cablecom übernommen wurde.)in den letzten 10 Jahren wurde das Fernmeldgesetz mehrfach geändert, modifziert durch Einzelentscheide des Bundesgerichts oder durch die Lenkungsbehörde Bakom.
Mittlerweile besitzen in der Schweiz über 97 % aller Haushalte ADSL. Im Neuen FMG (Fernmeldegesetz) wurde dies festgeschrieben wurde. (Absolut Minimal ist 600/100, was etwa dem Level von 2002 entspricht. (Der Autor hat 2000/100)
Dies ist wesentlich weil in der ersten Phase der Liberalisierung Swisscom/Sunrise selbst Cablecom das Netzwerk bis zum "letzten" Kunden legten.
Aus meiner Sicht sollte diese Phase modifiziert werden durch City-Netzwerke. (Genf, Zürich, Basel, Bern)
Warum wollen wir in Zürich überhaupt ein Netz ?
- Antwort weil es Cablecom in 10 Jahren nicht mehr gibt.
Das Netz ist ein gutes Backup um nicht von Swisscom abhängig zu sein im Falle eines Verkaufes ins Ausland. Selbst Sunrise könnte sich zurückziehen und vor allem der dritte im Bunde die Cablecom ist finanziell dermassen schwach auf der Brust, dass der Crash in jedem nächsten Trimester eintreten kann. (Durch den Eintritt von Swisscom als TV Provider kann eine recht starke Monopolsituation entstehen)
Einer Firma wie Colt möchten wir das Netzwerk nicht anvertrauen, da Colt Netzwerke direkt aus den
USA (mit)gesteuert werden durch die NSA.(Datenabgriff in London und/oder Brüssel)
Der Preisdruck auf die Provider selbst auf Swisscom ist gross und die Gefahr ist riesengross, dass die Investitionen in der Stadt nicht mehr möglichst schnell durchgeführt werden - sondern nur noch nach Kassenlage.
Firmen wie Google aber auch alteingesessene wie die ETH, Telekurs oder die Banken in der einen oder anderen Form sind auf hocheffiziente Systeme angewiesen.
Der kleine KMU Betrieb sowieso. Ausfallsicherheit ist für den ein Thema - und Hotline Systeme wie bei Cablecom sind jedem Kunden, ob Privat oder KMU ein Gräuel. Die heutigen kleineren ISP sind bei Ausfallsicherheit weit von einer Top-Lösung entfernt. Als Faustregel gilt, je günstiger das Angebot, desto schlechter die Anbindung.
Zukünftige Services
VoIP Telefonieren über das Netz aber nicht mit Skype sondern qualitativ hochwertigen Telefonsystemen welche den heutigen Standard und IP können. (Hybrid Lösung)
TV egal ob über IP oder DAB (DAB Digital Audio Broadcasting) das Signal über das Glasfasernetzwerk wird herausragend sein. DAB über Antenne hat keine Zukunft in der Stadt. Das bisherige System mit möglichst wenig Satellitenschüsseln auszukommen hat das Stadtbild lange, lange Zeit vor einer grossen Verunstaltung bewahrt.
Schulen
Selbstverständlich werden auch alle Schulen in der Stadt über dieses Netz "zusammengeknotet" was dort richig Performance bringt.
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Neu Distributed High Speed Net
Das Netz hat das Potential, dass sich Dutzende von Rechnern sagen wir mal von 22.00 - 07.00 zu verteilten Hochleistungscluster zusammenschliessen und verteilte Prozesse abarbeiten.(Ein Rechner OS X, Windows, SUN benötigt nur einen einfachen Infiniband Adapter 10 GB (Im Gegensatz zu heutigen Gigabit Ethernet) welcher aktuell etwa 400 Euro kostet also durchaus im Konkurrenzfähigen Bereich ist in 2-3 Jahren.
Freelancer könnten direkt auf dem Rechner des Kunden arbeiten mit der obgenannten Technik und den notwendigen Login Rechten.
Energieeinsparungen
Der Transfer über Glasfaser wird nicht nur schneller sondern wird auch mit weniger Widerstand übertragen. Es wird signifikante Energieeinsparungen geben. Da das EWZ auch bei Router/Switch Komponenten Ihrer Erfahrung des Energiesparen einbringen kann werden diese Komponenten in Zukunft 50 % Einparungspotential haben je Gerät. (Sprich rund 250'000 x)
Die EU Kommission unter Frau Redding kann uns egal sein, da wir Nichtmitglied sind. Frau Redding bevorzugt einseitig Preissenkungen zu Lasten des qualitativen Ausbau.
Netzwerke wie in New Orleans werden unter Frau Redding in der EU zur Regel
Für Zürich hoffen wir, dass es nie soweit kommt
Arbeitsplätze
Das Projekt ist auch unter diesem Aspekt sehr interessant - bleibt doch der Steuer-Ertrag zumindest in der Region. Für das EWZ gibt es auch eine bessere Auslastung des Personals in schwächeren Zeiten. Daneben bleibt einiges know-how im Glasfaserbereich auch hier hängen. Es wird nicht wieder eine Top Firma ins Ausland verkauft mit viel Potential.
Die Finanzierung erscheint mir kein Problem. Selbst mit einer Obligation von 100 Mio. ist dieses Projekt sicher weit lukrativer als der Bau eines Fussballstadions.
Dieses Projekt ist in Etappen angelegt die sich bewältigen lassen
Fragen zu diesem Komplex sind willkommen.